Nichts ist so verlässlich wie der Wandel. Kurze Time-to-Market-Zyklen, Fusionen, Übernahmen sowie Kostenreduktion erfordern in den Unternehmen eine neue Denkweise. Dabei spielt die Informationstechnologie (IT) eine zentrale Rolle. Mit IT-Strategien, die flexible und dennoch stabile Geschäftsprozesse erlauben, halten Unternehmen mit den Marktentwicklungen Schritt.
Komplexe Systeme erschweren die Verwaltung und Wartung der IT. Derzeit verwenden Unternehmen rund 70 Prozent ihrer IT-Budgets für die Pflege ihrer bestehenden IT-Infrastruktur. Das belegt eine Studie der Meta Group. Bis zum Jahr 2006 soll dieser Anteil auf 80 Prozent steigen. Dadurch stehen immer weniger Mittel für Investitionen in neue Technologien zur Verfügung. Andererseits werden meist nur 20 bis 35 Prozent der verfügbaren Rechen- und Speicherkapazitäten tatsächlich genutzt.
Damit Unternehmen möglichst großen wirtschaftlichen Nutzen aus den IT-Investitionen ziehen und einen schnellen Return on IT (RoIT) erzielen, sollten sie aber auf innovative Technologien setzen. Diese sorgen dafür, dass Ressourcen flexibel dort bereit stehen, wo sie tatsächlich benötigt werden – und zwar in dem Umfang, der für die aktuelle Aufgabe notwendig ist. So verfügt das Unternehmen über eine IT-Infrastruktur, die sich den Geschäftsprozessen anpasst, eine sogenannte adaptive Infrastruktur. „Bei konsequenter Umsetzung wandelt sich das Unternehmen zum Adaptive Enterprise, das in Echtzeit auf Marktbedingungen reagieren kann“, sagt Rupert Holzbauer, Director Enterprise Marketing, von HP Deutschland.
Erreicht wird dies durch die Technologien für die Konsolidierung und Virtualisierung von Rechen- und Speicherleistung, bis hin zum Utility Computing. Bei letzterem handelt es sich um ein verbrauchsorientiertes Modell: Die Anwender erhalten die Rechen- und Speicherleistung, die sie tatsächlich benötigen aus einem großen zentralen Pool. Auf diese Weise werden die vorhandenen Systeme optimal ausgelastet. Grundvorausset-zung für dieses Modell ist ein intelligentes, automatisiertes Management der IT. Es gewährleistet, dass für Geschäftsprozesse immer die richtigen IT-Services zur Verfügung stehen.
Vier Prinzipien einer adaptiven Infrastruktur
Eine ideale IT-Infrastruktur, die sämtliche Kapazitäten in einem großen virtuellen Pool vorhält, der zentral verwaltet wird und je nach Bedarf verteilt, folgt vier Prinzipien: Sie ist einfach und modular aufgebaut, integriert heterogene Landschaften und setzt auf standardisierte Prozesse. Bei der Auswahl neuer Systeme wird berücksichtigt, dass sie leicht zu beschaffen, zu betreiben und zu warten sind. Modulare Bausteine erlauben Änderungen einzelner Geschäftsprozesse, ohne dass die gesamte IT beeinflusst wird und erhöhen dadurch die Reaktionsgeschwindigkeit. Die Integration schafft eine einheitliche Systemwelt, die künstliche Barrieren zwischen den Systemen abbaut und so Kapazitäten unternehmensweit nutzbar macht. Standards lassen sich für Arbeitsabläufe, Technologien und Anwendungen festlegen. Das erleichtert unter anderem auch das Management der IT.
So agieren Unternehmen flexibel
Die enge Vernetzung von Geschäftsprozessen mit der IT muss auf einer Architektur basieren, die aus einer Lösung für die Ressourcen-Virtualisierung und einer Plattform für das System-Management besteht. Ausgereifte System-Management-Software wie beispielsweise HP OpenView ist modular aufgebaut. Sie kombiniert vorhandene Elemente zum erforderlichen Service, der sich nach dem Bedarf der entsprechenden Abteilung richtet. Außerdem überwacht sie die Performance und plant den weiteren Bedarf. Diese Adaptive Management-Plattform vereint die verfügbaren Ressourcen im Rechenzentrum. So lassen sie sich effizienter nutzen und verwalten.
Evolution statt Revolution
Sollen Unternehmen jetzt sofort ihre gesamte IT austauschen? Mitnichten – besser ist es, gemeinsam mit kompetenten IT-Partnern eine Strategie für den Weg zum Adaptive Enterprise zu entwickeln. So können IT-Verantwortliche beispielsweise die Agilität ihrer Unternehmens-IT messen. Das hilft bei der Entscheidung, welche Komponenten sich virtualisieren oder durch Konsolidierung einsparen lassen. Mithilfe einer ausgefeilten IT-Strategie, die auf einer flexiblen Management-Plattform aufsetzt, können Unternehmen dann ihre Investitionen gemäß den Geschäftszielen ausrichten und gleichzeitig den Nutzen ihrer IT für das Geschäft messen. „Hinter jeder IT-Investition sollte heute unbedingt eine Management-Initiative stehen. Denn sie bildet den Bezugsrahmen für den Einsatz von Technologien wie das Utility Computing, bei dem IT-Ressourcen nach Bedarf zugeteilt werden“, sagt Joachim Schmitz, Business Development Manager AE, HP.