|
|
| |
Viren auf dem Vormarsch Digitale Schädlinge – kurz Malware – bedrohen Sicherheit und Daten jedes Users. In diesem Bericht lernen Sie nicht nur die verschiedenen Arten kennen, sie lernen auch, wie Sie sich davor schützen können.
Die Arten Malware lässt sich im Groben in 6 Arten einteilen: Dialer, Backdoors, Dropper, Trojanische Pferde (Trojaner), Viren und Würmer. Jede hat ihre individuellen Eigenschaften und Gefahren.
Dialer: Ein Dialer auf dem PC verursacht hohe Telefon-Kosten, indem er sich auf teure 0190er-Nummern einwählt. Er überschreibt dazu die Vorhandene. Der teuerste Dialer kostete 800 Euro pro Verbindungsaufbau. Ein Dialer-Warner oder Adware-Remover schützen vor dieser Bedrohung.
Backdoors: Ein Backdoor öffnet seinem Programmierer (oder ggf. einem anderen Virus/Wurm) die „Hintertür“ zum befallenen Computer-System. Durch sie lässt sich der befallene PC „fernsteuern“.
Dropper: Dropper sind fast schon eine Klasse für sich. Dropper sind kleine Programme, die auf den ersten Blick harmlos erscheinen, dann aber erbarmungslos zuschlagen. Sie installieren Malware. Welche Art hängt dabei vom jeweiligen Dropper ab.
Trojanische Pferde: Das trojanische Pferd (kurz Trojaner) kommt in Form eines Scherzprogramms oder z.B. auch in Bildschirmschonern vor. Zu Beginn bemerkt der User die Infektion nicht. Er soll die Datei mit dem Trojaner aktivieren; im guten Glauben, eine nützliche Software zu starten. Erst, wenn der Trojaner seine Wirkung bereits entfaltet hat, wird das Ausmaß sichtbar. Er löscht die Festplatte, klaut wichtige Daten (z.B. Passwörter) und verschickt sie per E-Mail. Manche Trojaner installieren auch Backdoors (siehe oben).
Würmer: Computer-Würmer sind ein wenig größer als Viren und können sich selbst per E-Mail oder Netzwerk verbreiten. Das geschieht ohne das Zutun des Anwenders und zumeist ohne seine Kenntnisnahme. Würmer befallen gezielt Windows-Dateien, löschen Daten und verstellen die Windows- Konfiguration. Neuere Würmer nutzen auch Tauschbörsen wie Kazaa oder Shareaza um von PC zu PC zu gelangen.
Die Viren Computer-Viren lassen sich ebenfalls in Kategorien einteilen. Darunter finden sich Datei-, Bootsektor- und Makro-Viren.
Datei-Viren: Datei-Viren infizieren ausführbare Dateien (z.B. exe, com, sys, dll, cpl, msc, ocx und vxd) und hängen sich an ihr Ende. Dadurch wird die infizierte Datei zerstört. Meistens bleibt die Programm-Datei dadurch erhalten. Allerdings existieren auch Datei-Viren, die die befallene Datei irreparabel schädigen und damit zerstören. Durch den Start der infizierten Datei wird der Virus ausgeführt und arbeitet im Hintergrund weiter.
Bootsektor-Viren: Diese Viren-Art zählt zu den hartnäckigsten. Bootsektor-Viren verbreiten sich über Diskette zu Diskette. Sobald ein PC von Diskette gestartet wird, wird der Bootsektor der Diskette geladen. Ist diese Diskette allerdings mit einem Bootsektor-Virus infiziert, aktiviert dieser stattdessen den eigenen Bootsektor und kann sich so ins System laden, bevor ihn ein anderes Programm daran hindern kann.
Makro-Viren: Makro-Viren bestehen aus der Programm-Sprache VBA (Visual Basic for Applications). Diese ist standartmäßig im Office- Paket von Microsoft enthalten. Befehle werden hierbei Makros genannt. Die Schwachstelle: Diese Makros sind direkt im Dokument gespeichert. Wenn ein Dokument mit einem infektiösen Code versehen ist und Sie dieses öffnen, aktiviert sich der Virus-Code. Daraufhin sucht dieser nach Office-Dokumenten und manipuliert diese. Eine lang erarbeitete Excel- Tabelle, zum Beispiel, könnte in ihren Werten verstellt werden. Eine Diplomarbeit könnte Absatz weise verstellt, Wörter gelöscht werden.
Mögliche Gegenmaßnahmen Natürlich sind Sie diesen Gefahren nicht schutzlos ausgeliefert. Es gibt viele Removal-Tools (Entfern-Tools), die bestimmte Schädlinge entfernen. Der beste Schutz ist und bleibt aber der Viren-Scanner. Ein aktualisierter Virenscanner (z.B. von http://www.free-av.de) spürt Viren/Würmer usw. gezielt auf und repariert (wenn möglich) oder löscht (bei nicht reparierbaren Schäden) die infizierten Dateien. Auch eine Firewall (z.B. ZoneAlarm) kann gute Dienste leisten, z.B. wenn ein Trojaner versucht, Passwörter zu verschicken. Dann macht die Firewall Sie darauf aufmerksam und blockt den Versuch ab. Genauso gut verhindert sie, dass ein Backdoor einem Fremden Zugriff auf Ihren Computer schafft.
Grundsätzlich gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Sichern Sie Ihre Daten und Dateien gegen Viren. Teilen Sie (partitionieren Sie) Ihre Festplatte c:/, dann kann grundsätzlich kein Virus, Wurm usw. auf die auf der zweiten Hälfte gespeicherten Dateien zugreifen. Wenn sie dann zudem noch schreibgeschützt sind, sind diese Dateien gesichert. Alle anderen Dateien (wie Windows-Dateien) können durch Virenscanner und Firewall geschützt werden.
Allerdings kann es auch dazu kommen, dass das System nicht einmal mehr startet. In diesem Fall könnte der Bootmanager durch den Befall durch den digitalen Schädling beschädigt worden sein. Bei Beschädigungen des Bootmanagers sollten Sie diesen von der Installations-CD oder einer Bootdiskette mit aktiviertem Schreibschutz neu einrichten. Die Partitionsdaten bleiben dabei erhalten, sofern sie die Malware nicht zuvor schon beschädigt hat. Wenn der Virus den Bootma- nager unbrauchbar gemacht hat, können Sie nach dem Start per Bootme- dium mit dem Befehl "fdisk /MBR" einen neuen Bootmanagers erzeugen. Sie sollten allerdings nur dann so vorgehen, wenn die Reparaturversuche mit einem Partitions-Tool keinen Erfolg gebracht haben und keine Sicherungskopie des Bootmanagers vorhanden ist - die meisten Anwender verzichten darauf, den Bootmanager zu sichern. Da Fdisk nicht alle Partitionstypen unterstützt, klappt das Erzeugen eines neuen Bootmana- gers nicht immer.
(Quellen-nachweis http://www.netscape.de/)
|
|