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Sehr geehrte Damen und Herren,
Vor einiger Zeit erreichte Sie unser Newsletter zum Thema "Medienneutrale Datenbank / automatisierte Katalogerstellung" und Cooperation mit der Firma JCatalog. (www.jcatalog.de)
Da wir sehr große Resonanz daraufhin bekamen, (speziell im Bereich Kostenreduktion beim Printkatalog) aber viele noch keine genauen Vorstellung der Bedeutung der damit einhergehenden Begrifflichkeiten wie BMECat oder E-Class haben, haben wir uns erlaubt Ihnen eine kleine Erläuterung selbiger Begriffe zusammenzustellen.
Die Wichtigkeit die eigenen Daten (speziell Warenwirtschaftsdaten) zukunftsgerecht aufzubereiten und in ein spezifiziertes Format zu bringen um bisher aufwendige Prozesse wie "automatisierte Printkatalogerstellung" oder "Print On Demand für den Kunden" über das Internet zu ermöglichen, wird vielfach unterschätzt.
Viele Vorgänge wie bspw. die Anbindung an Marktplätze werden sogar hierdurch erst möglich.
In diesem Zusammenhang möchten wir Sie mit zwei Begriffen vertraut machen :
"BMECat" und "eClass"
Dies sind Begriffe, die Ihnen sicherlich in Zukunft öfter begegnen werden, da sich hier eine Bildung von festen Standards am Markt herauskristallisiert.
Beide Standards sind in unserem Produkt zur medienneutralen Datenhaltung, dem Jcatalog bereits integriert.
eCl@ss - Standard für Materialklassifikation und Warengruppen
Elektronische Beschaffung Die fortschreitende Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien führt zu einer immer engeren Vernetzung von Unternehmen. Damit steigt die Notwendigkeit, Standards für den gemeinsamen Datenaustausch einzusetzen. Mehr und mehr Unternehmen wickeln alle Beschaffungsvorgänge elektronisch ab (Stichwort E-Commerce im Internet). E-Procurement kann aber nur dann zu Kosten- und Transparenzvorteilen führen, wenn eine einheitliche Klassifikationsstruktur mit einer hierarchischen Datenstruktur für Materialien und Dienstleistungen vorhanden ist. Alle beteiligten Seiten müssen eine gemeinsame "Sprache" verwenden, damit sie sich "verstehen".
Klassifikation als effizientes Werkzeug Eine solche Klassifikation muss eine Reihe von Kriterien erfüllen. Für Käufer und Verkäufer muss sie
- Beschaffungsvorgänge elektronisch unterstützen,
- Sortimentsspektren eindeutig beschreiben,
- Vertragsgegenstände definieren.
Für das Unternehmen intern muss sie
- Zuständigkeiten regeln,
- Anlagenbewirtschaftung sicherstellen,
- statistische Analysen ermöglichen,
- Bedarfe bündeln,
- elektronische Katalogeinträge auffindbar machen.
Nutzen im Unternehmen Für Unternehmen ergeben sich durch eine Klassifikation enorme wirtschaftliche Vorteile. Das beschaffende Unternehmen erweitert seinen Lieferantenkreis, reduziert die Transaktionskosten und erhält eine höhere Markttransparenz durch eine bessere Vergleichbarkeit der verschiedenen Angebote. Das liefernde Unternehmen reduziert ebenfalls seine Transaktionskosten und erweitert seinen Kundenkreis. Für alle Kunden können identische Datenstrukturen verwendet werden.
Was ist eCl@ss? Bisher gab es auf dem Markt keine Klassifikation, die diese Kriterien und Nutzeffekte erfüllen konnte. Von führenden deutschen Unternehmen wurde jetzt eine Klassifikation erarbeitet: eCl@ss. Diese wird als Standard für den Informationsaustausch zwischen Lieferanten und Kunden angeboten. eCl@ss ist gekennzeichnet durch einen vierstufigen, hierarchischen Klassifikationsschlüssel mit einem aus 12.000 Begriffen bestehenden Schlagwortregister. eCl@ss bildet die Beschaffungsmärkte für Einkäufer ab und unterstützt die Ingenieure bei der Entwicklung, Planung und Instandhaltung. Durch den Zugang entweder über die Hierarchie oder über Schlagworte kann sowohl der Experte als auch der gelegentliche Nutzer in der Klassifikation navigieren. Einmalig an eCl@ss ist die Integration von Merkmalleisten zur Beschreibung von Materialien und Dienstleistungen.
Plattform im Internet Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln stellt als unabhängige Plattform und zentrale Ansprechstelle die Klassifikation im Internet unter www.eClass.de kostenlos zur Verfügung.
BMEcat
Das BMEcat-Format wurde mit dem Ziel entwickelt, den Austausch von Produktkatalogen zwischen Lieferanten und beschaffenden Organisationen zu standardisieren und somit zu vereinfachen. In dem zugrunde gelegten Modell stellt ein Lieferant einen dem BMEcat-Standard entsprechenden Katalog in elektronischer Form zusammen. Dieser Katalog wird im folgenden als Katalogdokument bezeichnet. Dieses Katalogdokument ermöglicht auch die Einbindung von multimedialen Produktdaten, beispielsweise Bilder, Grafiken, technische Dokumente, Videodaten etc.
Typischerweise übermittelt ein Lieferant das Katalogdokument an eine einkaufende Organisation, welche den Inhalt des Katalogdokumentes weiterverarbeitet und zum Beispiel in ein bestehendes Shop-System integriert (Anbieter solcher Shop-Systeme für den Beschaffungsbereich sind beispielsweise Ariba, Commerce One, Intershop, GEAC, Harbinger, Healy Hudson, Heiler Software, Oracle, Procure Network, SAP etc). Dieser Vorgang wird als Produktdatenaustausch bezeichnet. Das BMEcat-Format ermöglicht dem Lieferanten bei einem Produktdatenaustausch nicht nur eine Übertragung der kompletten Produktdaten, sondern beispielsweise auch eine Aktualisierung von Preisdaten.
Das standardisierte Katalogdokument nach BMEcat kann jedoch nicht nur zur Übermittlung an eine beschaffende Organisation genutzt werden.
Vielmehr eignet es sich auch ausgezeichnet zur Erstellung oder Aktualisierung eigener Online-Shops für die Vertriebsunterstützung sowie zur Belieferung von elektronischen Marktplätzen.
Des weiteren stellt der Einsatz von BMEcat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum standardisierten zwischenbetrieblichen E-Commerce dar. Unternehmen, die Dokumente auf der Basis des BMEcat erstellen können, erfüllen damit wesentliche Voraussetzungen für weitere Bereiche des E-Commerce, wie beispielsweise die automatisierte Verarbeitung von Bestellungen oder den elektronischen Austausch von Rechnungsdaten.
Sollten Sie weitere Fragen haben oder mehr Information zu o.g. Themen benötigen, freuen wir uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen.
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