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Wurmkur gegen "Lovsan" 
 

Der Virus wütet weiter

 

 

Wurmkur gegen „Lovsan“

 

Von Dirk Gruppe

(22.08.03, Bergische Morgenpost)

 

 


Es ist ein tückisches, kleines „Tierchen“, das für Chaos und Absturz sorgt.

Die Rede ist vom „Lovesan-Wurm“. Der Computervirus stürzt seit vergangener Woche
Internetnutzer in Verzweiflung und wird nach Meinung von Sven Objartel noch lange sein
Unwesen treiben: „In vielen Betriebssystemen hat sich der Wurm eingenistet, und die
Nutzer merken es gar nicht“, sagt der Geschäftsführer der Firma Digital Constructions.

 

Die Remscheider Computer-Dienstleister sind unter anderem
Experten für Sicherheitssysteme, weshalb das Unternehmen zurzeit mit Firmen-Anfragen
überhäuft wird. D
er Wurm hat weltweit aber auch bei Millionen Privatnutzern zu schwachen
Nerven geführt.

 

Das Unheil beginnt ganz harmlos beim Gebrauch des Internets. Ein Computer-Nutzer will
zum Beispiel gerade ein Ticket im Internet für seinen Urlaubsausflug nach Mallorca buchen,
plötzlich erscheint ein Fenster auf dem Bildschirm: „Das System wird heruntergefahren.
Bitte speichern Sie ihre in Arbeit befindlichen Dokumente“, steht da frei übersetzt in Englisch
geschrieben. Ganze 60 Sekunden bleiben noch Zeit, danach sind alle gerade getippten Zeilen
verloren.

 

Besonders gemein: In zahlreichen Fällen wird der Computer erst gar nicht runter gefahren,
er funktioniert einfach nicht mehr reibungslos. „Wenn der Rechner sich komisch aufführt,
etwa Befehle nicht mehr richtig ausführt oder Fehlermeldungen gibt, sollte man aufmerksam
werden“, sagt Objartel und rät zu einer umfangreichen Wartung.

 

 

  • Als erstes müssen das Betriebssystem desinfiziert und der Wurm entfernt werden:
    Das gelingt mit einem speziellen Programm, das sich kostenlos unter
    www.symantec.com
    runterladen lässt.
  • Danach sollte der Nutzer die Sicherheitslücken in seinem Betriebssystem schließen.
    Dies gelingt mit einem so genannten Sicherheitspatch, das man unter
    www.microsoft.com
    ebenfalls kostenlos laden kann. Betroffen sind aber nur die Betriebssysteme Windows 2000
    oder neuer, also vor allem XP – ältere Systeme wie Windows 98, ME oder noch ältere haben
    kein Wurm-Problem.
  • Einen Schutz gegen kommende Virenattacken haben jedoch alle Internet-Nutzer nötig.
    Deshalb muss ein Antiviren-Schutzprogramm, die so genannte „Firewall“ (Feuerwall),
    installiert sein.

 

Wer in Computer-Dingen nicht fit genug ist, um diese Schritte alleine auszuführen, kann sich in den
kommenden Tagen eine gängige Computerzeitschrift kaufen. Dort werden die einzelnen
Handlungsschritte auch auf Laienniveau erklärt. Mindestens sechs Monate, glaubt Objartel, werde
der Wurm noch sein Unwesen treiben, danach drohe neues Unheil: Andere Formen des Wurms,
die möglicherweise noch aggressiver sind, seien schon im Anmarsch

 

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