"Ihr System wird in 60 Sekunden heruntergefahren"
- Das kennen wir doch noch von unserem alten "Freund" W32.Blaster ?
Vom neuesten Computerwurm "W32.Sasser"
sind nach Beobachtungen der Viren-Experten von Digital
Constructions im Internet "unglaublich viele Pakete unterwegs".
Einer exakten Zählung der Infektionsraten entzieht sich der Wurm, der
seit Samstag in drei Varianten - A, B und C - sein Unwesen treibt,
allerdings dadurch, dass er sich nicht via e-mail verbreitet, sondern
ungeschützte Computer direkt nach Öffnen der Internetverbindung
angreift. Das bedeutet auch, dass es nicht nötig ist, irgendwo
Irgendetwas doppelzuklicken oder zu öffnen, um ihn sich einzufangen.
Der Wurm W32.Sasser dringt via TCP (Teil des Internet Netzwerkprotokolls) ein
Sasser
dringt wie der mittlerweile berühmte "Blaster.Worm" (W32.Blaster)
direkt in den Computer ein, und zwar via TCP, dem "Transmission Control
Protocol", das für die Internetanbindung zuständig ist. Extrem
gefährlich ist Sasser im Prinzip nicht - eine Infektion führt "nur"
tendenziell zum Absturz des Computers durch Überlastung (volle
CPU-Belastung, ersichtlich im Taskmanager unter "Systemleistung").
Schließlich geht das infizierte System durch eine Sicherheitslücke alle
paar Minuten in einen Reboot-Vorgang. Betroffen sind laut Ikarus nur
Betriebssysteme von Windows (WinXP, Win2000 und Windows Server2003)
betroffen, nicht jedoch Linux Derivate und Apple Systeme. Auch Windows
Varianten "unterhalb" von Windows 2000 wie etwa NT,98 (SE),ME,3.11 etc
werden systembedingt nicht angegriffen.
Eine Firewall hilft
Die
Verbreitung von Sasser wird solange nicht zurückgehen bzw. sich sogar
weiter ausdehnen, bis möglichst viele Internet-User den von Microsoft
angebotenen "Sicherheitspatch", der die Lücke im System schließt,
installiert oder eine Personal Firewall aktiviert haben. Der
Microsoft-Sicherheitspatch ist unter unten stehender Adresse kostenlos
erhältlich. Eine ebenfalls kostenlose Shareware-Firewall wie etwa
"ZoneAlarm" reicht übrigens ebenfalls, um Sasser abzuwehren.
Sollten
Sie bereits Geräte mit integrierten Hardwarefirewalls wie bestimmte
ADSL Modem Router oder bspw. irgendwelche Telekom Wireless Lan Modem
Router einsetzen, so kontrollieren Sie bitte in den Geräteoptionen op
ihre Gerätefirewall auch aktiviert ist.
Tipp:
Verschaffen Sie sich mehr Zeit zum Handeln indem Sie nach der Meldung
"Der PC wird in 60 Sekunden runtergefahren...", jedoch bevor die 60 Sekunden
verstrichen sind, die Systemzeit um eine oder mehr Stunden vorstellen.
Das System wird erst nach Ablauf dieser Zeit neu starten.
Oder als Alternative um den Shutdown (herunterfahren des PC) abzubrechen öffnen
Sie über den Startknopf den Menüpunkt "Ausführen" und tippen "CMD" ein.
Hiermit öffnen Sie eine Dos-Box in deren Kommandozeile Sie den Befehl
"shutdown -a" eintippen und mit der Enter-Taste bestätigen.
Link auf den wichtigen Microsoft Sicherheitspatch
Link auf eine kostenlose Firerwall (Zone-Alarm)
Link auf das Tool zur Entfernung des W32.Sasser Virus von Symantec